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Viele nationale Gesundheitssysteme stehen aufgrund ihrer zunehmend alternden Bevölkerung und steigender Gesundheitskosten unter massivem Druck. Eine spannende Möglichkeit, einige der damit verbundenen Probleme zu lösen, sind sogenannte Digital Therapeutics (DTx). Immer mehr Produktneuheiten drängen auf den Markt – nun sind professionelle Launch-Strategien und fähige Pharmaprofis gefragt.

Digital Therapeutics liefern Patienten evidenzbasierte therapeutische Interventionen, die durch hochwertige Softwareprogramme gesteuert werden. Sie helfen bei der Vorbeugung, Behandlung und Bewältigung medizinischer Störungen oder Krankheiten. DTx werden unabhängig von oder in Verbindung mit Medikamenten, Geräten oder anderen Therapien eingesetzt, um die Patientenversorgung zu optimieren. Sie müssen dabei vor Einsatz überprüft, klinisch validiert und von Aufsichtsbehörden genehmigt werden.

Digitale Therapeutika geben nicht nur Patienten, sondern auch Gesundheitsdienstleistern und Kostenträgern intelligente Werkzeuge an die Hand für ein breites Spektrum von Indikationsbereichen – insbesondere bei chronischen Krankheiten und neurologischen Störungen. Aktuell sind die meisten DTx im Einsatz für Diabetes, Atemwegserkrankungen und psychische Erkrankungen.

Oft werden DTx mit Wearables, also bspw. Smartwatches oder funktionaler Kleidung, in einem Atemzug genannt. Doch bieten diese tragbaren Geräte keinen messbaren evidenzbasierten therapeutischen Nutzen direkt für den Patienten. Digitale Therapeutika werden zudem ärztlich verschrieben und müssen nicht selbst vom Patienten bezahlt werden.

Verschiedene Auswirkungen auf das Gesundheitssystem sind bereits zu beobachten und werden sich künftig noch verstärken: Die Fernverwaltung besser betreuung von Patienten und die personalisierte Behandlung werden erleichtert. Das kann sich auf die Kosten des Gesundheitswesens, Regulierungsprozesse und die Art und Weise auswirken, wie Pharmaunternehmen wirtschaften oder wie sie klinische Studien durchführen. Das gewachsene Interesse der Industrie an einer wertbasierten Versorgung und Patientenzentriertheit steht meist konträr zum Zwang zur Kostenminimierung – der weiteren Verbreitung von DTx kommt dies allerdings zu Gute: Versicherer und Kostenträger können die Daten und Analysen nutzen, um Kosteneffizienz und Patientenwohl bestmöglich miteinander zu vereinen.

Immer mehr Verschreiber zeigen sich offen für die Einbeziehung Digitaler Therapeutika in ihren Alltag. Kommunikationsstarke Außendienstmitarbeiter und Medical-Science-Liaison-Manager sind gefragt, um über Vorzüge und Funktionsweisen der innovativen DTx-Anwendungen aufzuklären. Interessieren Sie sich für dieses stark wachsende Marktumfeld? Dann werfen Sie gern einen Blick in unsere Vakanzen [Link].

Im zweiten Teil unseres Ashfield Market Insights stellen wir Ihnen in Kürze konkrete DTx-Anwendungen aus dem Behandlungsalltag wie auch vielversprechende Neuerungen aus der Pharma-Pipeline vor.

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