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Bewegungsmangel, unausgewogene Ernährung, Übergewicht: Die weite Verbreitung eines ungesunden Lebenswandels hat weltweit zu einem Anstieg unterschiedlicher Krankheitsbilder geführt. Dazu gehört auch die nicht-alkoholische Steatohepatitis (kurz NASH), eine chronische und fortschreitende Lebererkrankung, die heute zu den häufigsten Gründen für eine erforderliche Lebertransplantation gehört. Schon jeder vierte Bundesbürger über 40 ist von der Krankheit betroffen und bereits jedes dritte übergewichtige Kind leidet daran – Tendenz steigend.

Umgangssprachlich auch als “nicht-alkoholische Fettleber” bezeichnet, ist die Erkrankung durch eine Entzündung von eingelagerten Fettzellen gekennzeichnet, deren Ursache allerdings nicht übermäßiger Alkoholkonsum ist. Vielmehr tritt die nicht-alkoholische Fettleber besonders bei Patienten auf, die an Adipositas, einer Fettstoffwechselstörungen oder Glukoseintoleranz und/oder einem metabolischen Syndrom, bei dem mehrere Erkrankungen parallel auftreten, leiden. Die Fetteinlagerungen in der Leber wiederum können sowohl zu anderen Krankheitsbildern führen, insbesondere zu Typ-2 Diabetes, als auch ein Indikator für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein.

Als stille Erkrankung mit geringen oder gar keinen Symptomen schreitet die Entzündung bei vielen Patienten über Jahre unbemerkt voran. Wenn sie entdeckt wird – meist auf der Suche nach den Ursachen für Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und einem Druckgefühl im rechten Oberbauch – hat sie in vielen Fällen daher schon erheblichen Schaden angerichtet. Von einer Leberzirrhose bis hin zum akuten Leberversagen sind die möglichen Folgen einer nicht-alkoholischen Fettleber für Patienten drastisch.

Eindeutig feststellen lässt sich die nicht-alkoholische Steatohepatitis aktuell nur durch eine Leberbiopsie, bei der ein kleiner Teil der Leber entnommen und im Labor untersucht wird. An weniger invasiven Untersuchungsmethoden wird ebenso intensiv geforscht wie an Medikamenten zur Behandlung. Solange es noch keine am Markt zugelassenen Präparate für NASH gibt, beschränkt sich die Therapie vorrangig auf eine Veränderung des Lebensstils, die eine Selbstregeneration der Leber ermöglichen soll – oder eine Lebertransplantation als letzte Option.

Da die Erkrankung in vielen Fällen erst in fortgeschrittenem Stadium entdeckt wird, ist die pharmazeutische Forschung nach einer medikamentösen Behandlung essentiell. Diverse Produktinnovationen – Substanzen von über 20 namhaften Herstellern – befinden sich bereits in der Pipeline und durchlaufen klinische Prüfungen. Vielversprechende Ergebnisse zeigen sich bspw. aktuell in klinischen Studien des US-Unternehmens Intercept Pharmaceuticals Inc. mit Obeticholsäure, einem synthetischen Analogon der Gallensäure. Das Marktvolumen in den wichtigen Märkten USA, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und Japan wird Schätzungen zufolge jährlich um 63 Prozent wachsen auf bis zu 18,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026.

Ashfield begleitet und unterstützt Hersteller in allen Phasen des Produktlebenszyklus: Insbesondere für Medical Science Liaison Manager und Key Account Manager ergeben sich spannende Perspektiven auf diesem Indikationsgebiet. Wir sind stolz darauf, mit unserer langjährigen Erfahrung innovativen Therapien den Weg bereiten zu können – und so das Leben von Patienten nachhaltig zu verbessern.

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