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Bekannte Symptome, langsame Diagnose: Die häufigsten gutartigen Erkrankungen junger Mädchen und Frauen – Uterine Myome und Endometriose – haben sich erst in den letzten Jahren im Bewusstsein von Patientinnen und ihren behandelnden Ärzten verankert. Daher wird erst jetzt die weite Verbreitung der beiden Krankheitsbilder deutlich: Bei fast einem Drittel aller Frauen im reproduktiven Alter werden symptomatische Myome klinisch relevant und von Endometriose sind bis zu 15 Prozent aller jungen Mädchen und Frauen betroffen.

Die beiden Krankheitsbilder verbindet nicht nur ihr häufiges Auftraten und die Vielfalt der potenziellen Symptome, sondern vor allem ihre potenziellen Auswirkungen auf Fragen der Familienplanung. Die Beschwerden werden bei beiden Krankheitsbildern häufig subjektiv und individuell unterschiedlich wahrgenommen, sodass eine treffende Diagnose in vielen Fällen nur sehr langsam erfolgt. Durch breit angelegte Informations- und Aufklärungskampagnen, u. a. durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), konnte die Bekanntheit der Symptomatik und auch der unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten nachhaltig gesteigert werden.

Uterine Myome – gutartige Muskeltumore in der Gebärmutter – treten bei fast 90 Prozent aller Frauen auf, werden aber nur bei wenigen klinisch relevant. Bei einer Endometriose kommt es zu einer Ansammlung von Gewebe aus der Gebärmutterschleimhaut im Bauchraum und in seltenen Fällen auch zur Metastasierung in anderen Organen. Ein gemeinsames Symptom beider Krankheitsbilder ist das Auftreten von verlängerten, verstärkten und mit symptomatischen Schmerzen verbundenen menstruellen Blutungen. Neben genetischen Veranlagungen spielen sowohl bei der Endometriose als auch bei der Entstehung von Myomen die ovarialen Sexualsteroide Östrogen und Progesteron eine entscheidende Rolle.

Durch die enge Verknüpfung der beiden Krankheitsbilder mit der Fertilität stehen bei der Therapie vor allem die individuellen Bedürfnisse der Patientin im Mittelpunkt. In Deutschland und auch international zeichnen bei der Erforschung dieser beiden Krankheitsbilder und bei der Entwicklung innovativer Behandlungsmethoden spannende Tendenzen ab. Das rasante Tempo, in dem aktuell vielversprechende Therapieansätze in klinische Testphasen oder sogar in die medizinische Zulassung gehen, macht die bislang weitgehend unterschätzte Bedeutung der Indikationen deutlich.

Aktuelle Studien aus den USA zeigen bspw. das Potenzial von Hormontherapien mit sogenannten GnrH (Gonadotropin-releasing hormone)-Antagonisten nicht nur zur Behandlung von symptomatischen Schmerzen und starken menstruellen Blutungen bei Endometriose, sondern auch im Rahmen einer Fertilitätsbehandlung auf.

Die vielfältigen Entwicklungen in der pharmazeutischen Forschung, der medizinischen Versorgung und auch der ärztlichen Fort- und Weiterbildung machen dieses Themenfeld besonders spannend für Medical-Science-Liaison-Profis. Ashfield ist gut vernetzt in der internationalen Healthcare-Landschaft und behält vielversprechende Therapieansätze im Blick. Bleiben auch Sie auf dem Laufenden und diskutieren Sie mit uns bei Xing oder LinkedIn.

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